CAS Ethnobotanik und Ethnomedizin
Der CAS (Certificate of advanced Studies) Ethnobotanik und Ethnomedizin vermittelt in vier Modulen mit insgesamt neun Kurstagen und Exkursionen, einer begleitenden Vorlesungsreihe (online), einer vertiefenden Abschlussarbeit und einem Abschlusskolloquium die Grundlagen für die selbständige Berabeitung wissenschaftlicher Fragestellungen in einem interdiesziplinären, kulturübergreifenden Setting aus den Themenkreisen Mensch – Pflanzen – Gesundheiten.
Der gesamte Studiengang erstreckt sich bis zum Abschluss über einen Zeitraum von einem Jahr.
Der Studiengang wird alle zwei Jahre durchgeführt, nächstesmal ab März 2027.
Ethnobotanik
Ethnobotanik hat sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen wissenschaftlichen Disziplin entwickelt, in deren Zentrum Fragestellungen des Wissenstransfers und des Umgangs indigener Populationen mit ihrer natürlichen Umwelt, deren Wahrnehmung und Klassifikation sowie der empirische und traditionelle Gebrauch von Medizinalpflanzen stehen.
Im gleichen Masse wie die Biodiversität ist auch das damit verknüpfte traditionelle ökologische Wissen bedroht.
Hauptschwerpunkte ethnobotanischer Forschung waren bis anhin, dieses indigene und lokale Wissen zu dokumentieren und analysieren und damit Grundlagen für angewandte Projekte im Bereich der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen zu schaffen. Heute werden vermehrt auch Fragestellungen zu Zukunft und aktiver Mitgestaltung, Partizipation und Gerechtigkeit erforscht.
Ethnomedizin
Die Erforschung und Interpretation von Gesundheit und Krankheit in verschiedenen Kulturen sowie kulturspezifischen Behandlungsweisen stehen im Zentrum der Ethnomedizin. Ein zentraler Aspekt bildet die Erforschung der menschlichen Vorstellungen von Krankheit und Heilung. Ethnomedizinisches Wissen ist hilfreich im klinischen Alltag im Umgang mit Patienten unterschiedlicher kultureller Hintergründe sowie bei der Durchführung von Gesundheitsprojekten auch in benachbarten und ferneren Weltregionen.